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Pressemitteilungen

Zum 80. Jahrestag des Warschauer Aufstandes: Bundesregierung muss 1 Milliarde Euro für Überlebende der deutschen Besetzung Polens zahlen

Am 1. August begeht Polen den 80. Jahrestag des Warschauer Aufstandes. Im kollektiven Gedächtnis Polens ist dieser Jahrestag ein fester Bestandteil, in Deutschland eher eine Randnotiz. Dabei steht Deutschland weiter in der Verantwortung.

Anlässlich des Jahrestages Sören Pellmann, Vorsitzender der Gruppe Die Linke im Bundestag: "Von 1,3 Millionen Warschauerinnen und Warschauern waren nach dem Ende des Warschauer Aufstands gegen die deutsche Besetzung vor 80 Jahren noch 180.000 übrig. Über eine Million wurde ermordet, vertrieben oder zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Heute habe ich bei der Eröffnung der Ausstellung ,Die Zivilbevölkerung im Warschauer Aufstand' der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Warschau gesprochen. Mir ist wichtig, auch der zivilen Opfer während des Aufstands zu gedenken, denn ihr Leid war unermesslich.

Wir können die Geschichte nicht ändern. Es kann für die unfassbaren Verbrechen der Nazis in Warschau keine Wiedergutmachung geben. Aber was wir tun können und müssen, ist, uns die bitteren Resultate vor Augen zu führen, zu denen die rassistische Ideologie der alten und neuen Nazis unweigerlich führt.

Und wir müssen dafür sorgen, dass die 40.000 Überlebenden der deutschen Besatzung Polens ein Leben in Würde führen können. Ich fordere Bundeskanzler Scholz auf, aus wohlklingenden Sonntagsreden endlich Taten folgen zu lassen. Die Bundesregierung muss sofort eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen, damit die hochbetagten Überlebenden ein Leben in sozialer Sicherheit führen können. Das wäre das mindeste."

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