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Gehörlose werden bei Versorgung mit Informationen über Corona-Virus benachteiligt!

„Die heutige Pressekonferenz zum Corona-Virus mit Gesundheitsminister Jens Spahn zeigte erneut, dass Barrierefreiheit keinerlei Priorität hat. Die fehlende Gebärdensprachdolmetschung der Pressekonferenz führt dazu, dass gehörlose Menschen die verifizierten Informationen der Bundesregierung zum Corona-Virus nicht wahrnehmen können. Der direkte Zugang zu diesen Informationen bleibt damit exklusiv den Hörenden vorenthalten. Es ist für mich unerträglich, welche Hürden durch diese Informationspolitik der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen entstehen. Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit gehen anders“, erklärt der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann, Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag.

Sören Pellmann fordert daher: „Die Bundesregierung muss endlich die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen und alle Informationen sowie Pressekonferenzen barrierefrei zugänglich machen. Nachdrücklich weisen wir darauf hin, dass auch medizinische Publikationen barrierefrei, z.B. in Leichter Sprache, verfügbar sein müssen. Im aktuellen Fall des Corona-Virus stellen weder die Bundesregierung, ihre nachgeordneten Behörden, das Robert Koch-Institut, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe barrierefreie Informationen bereit. Bereits Ende 2019 prangerte ich gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag im Rahmen von zehn Anträgen zum Menschenrecht auf Barrierefreiheit diesen Zustand an (z.B. vgl. Drucksache 19/14755i.V.b.m. Drucksache 19/14757). Es ist endlich an der Zeit, dass die Bundesregierung ihre Hausaufgaben macht und in Sachen Barrierefreiheit umdenkt!“