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Sören Pellmann, Stadtrat

Kritik am Winterdienst wird sich jährlich wiederholen, solange keine angemessene Ausstattung des Eigenbetriebes Stadtreinigung erfolgt

"Alle Jahre wieder…“ heißt es in einem Weihnachtslied. Das Weihnachtsfest ist nun schon seit einigen Wochen vorbei, aber der Winter hat erst kürzlich Einzug in Leipzig gehalten. Und wie in allen Jahren zuvor, hat es nicht lange gedauert, bis die Kritik an nicht geräumten Nebenstraßen begann. Auch die Vorwürfe gegenüber der Stadtreinigung sind wieder lautstark zu vernehmen.

"Alle Jahre wieder…“ heißt es in einem Weihnachtslied. Das Weihnachtsfest ist nun schon seit einigen Wochen vorbei, aber der Winter hat erst kürzlich Einzug in Leipzig gehalten. Und wie in allen Jahren zuvor, hat es nicht lange gedauert, bis die Kritik an nicht geräumten Nebenstraßen begann. Auch die Vorwürfe gegenüber der Stadtreinigung sind wieder lautstark zu vernehmen.

Natürlich sind glatte Straßen und verschneite, schwer passierbare Wege ärgerlich und nicht immer ungefährlich. Gerade die Mobilität von Menschen mit Behinderungen oder Eltern mit Kinderwagen wird eingeschränkt. Und so ist zweifellos der Frust der Bürger verständlich und nachvollziehbar. Jedoch wird dieser Zustand mit einsetzendem Winterwetter jährlich wiederkehren, wenn es nicht gelingt, den Eigenbetrieb Stadtreinigung finanziell, personell und technisch so aufzustellen, dass er in der Lage ist, flächendeckend zu räumen und zu streuen.

Wenn wir mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtreinigung ins Gespräch kommen, stellen wir fest, dass diese bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gehen, wenn es um das Beräumen von Eis und Schnee in unserer Stadt geht. Trotz geringer finanzieller Mittel wird versucht, mit zum Teil deutlich veralteter Technik das möglichste zu tun. Im Vergleich zum vergangenen Winter ist das Bild bei den Räumarbeiten deutlich besser: Das Hauptstraßennetz ist in einem geräumten Zustand. Viele Nebenstraßen, die nach gültiger Winterdienstsatzung gar nicht geräumt werden müssten, sind geräumt bzw. abgestumpft. Vor allem in Bereichen von Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen aber auch von Kranken- und Ärztehäusern sind deutliche Verbesserungen im Vergleich zum vergangenen Jahr zu erkennen. Festzustellen ist nach wie vor aber auch, dass viele Hauseigentümer ihrer satzungsgemäßen Räumpflicht nicht oder nur unzureichend nachkommen. Auch hier sollte stärker Verantwortung eingefordert werden. Dort, wo Appelle nicht mehr helfen, muss man vielleicht doch über empfindlichere Bußgelder nachdenken.

Manche vergessen offenbar, dass die Wintermonate naturgemäß mit Schnee und Eis und somit zwangsläufig auch mit Beeinträchtigungen verbunden sind. Einen sommerlichen Straßenzustand kann es nicht geben.